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Prompt-Bibliothek · Workshop in 90 Minuten

Das KI-Effizienz-Audit für Schweizer KMU

Carlo Cuonz · April 2026

Quick-Wins im Arbeitsalltag finden, ohne technisches Vorwissen.

In einem Team-Workshop identifizierst du die drei Aufgaben mit dem höchsten KI-Potenzial: ohne IT-Abteilung, ohne Budget, ohne neue Software.

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Welche Aufgaben stehlen täglich Zeit?

Notiere über 3 Arbeitstage alle Aufgaben über 20 Minuten, die vor allem aus Formulieren, Zusammenfassen oder Strukturieren bestehen. Dann bewerte das KI-Potenzial:

AufgabentypHäufigkeitZeit je FallKI-PotenzialHürde
E-Mails formulieren und beantwortentäglich15–25 Minsehr hochminimal
Besprechungsnotizen strukturieren2–4× / Woche25–45 Minhochminimal
Offerten und Angebote formulieren1–3× / Woche45–90 Minhochgering
Interne Dokumente zusammenfassen1–2× / Woche30–60 Minmittel bis hochgering
Social-Media-Beiträge erstellen1–3× / Woche30–60 Minhochminimal
Stelleninserate und HR-Texte aufsetzenselten60–120 Minhochgering
Recherche und Marktüberblick1–2× / Woche45–90 Minmittelgering
FAQ-Antworten für Kundentäglich10–20 Minsehr hochminimal

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Welche Aufgaben priorisieren?

Ordne die Zeitfresser nach Häufigkeit und Standardisierbarkeit. Häufig und gut standardisierbar: Das sind die Quick-Wins Nr. 1.

  1. Priorität 1, sofort starten. Hohe Standardisierbarkeit, hohe Häufigkeit. Wiederkehrende, strukturierbare Aufgaben mit hohem Volumen. Promptvorlage bauen und im Team teilen. Beispiel: Kunden-E-Mails, Meeting-Protokolle, FAQ-Antworten.
  2. Priorität 2, im zweiten Schritt. Klare Struktur, aber selteneres Auftreten. Lohnt sich, sobald Priorität 1 läuft. Beispiel: Stelleninserate, Quartalsberichte, Reglements-Updates.
  3. Priorität 3, mit Vorsicht. Häufig, aber stark individuell. KI kann Rohentwürfe liefern; es braucht mehr menschliches Urteilsvermögen. Beispiel: Kundengespräche vorbereiten, Beratungsberichte.
  4. Zurückstellen. Zu komplex, zu selten. Der Aufwand für die Promptentwicklung ist höher als der Nutzen. Beispiel: Strategieentscheide, einmalige Verhandlungen.

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Vom Zeitfresser zum Quick-Win

Zeitfresser aufnehmen

3 Arbeitstage lang alle Aufgaben über 20 Minuten notieren. Keine Vorfilterung, einfach aufschreiben; Häufigkeit und Zeitaufwand schätzen; Standardisierbarkeit von 1 bis 3 bewerten.

Quick-Wins priorisieren

Top 3 auswählen: höchste Häufigkeit mal höchste Standardisierbarkeit. Geteilte Aufgaben haben die höchste Hebelwirkung. Pro Person höchstens 2 Quick-Wins starten.

Promptvorlage bauen

Für jeden Quick-Win eine einfache Promptvorlage erstellen und in einem geteilten Dokument speichern. Kontext, Aufgabe, Format angeben; einmal testen, dann teilen.

Zeiteinsparung messen

2 Wochen lang den Zeitaufwand mit und ohne KI-Unterstützung stoppen. Eine Minute Aufwand pro Aufgabe reicht. Einsparung in Prozent berechnen und intern kommunizieren.

Auf das Team skalieren

Sobald Quick-Wins validiert sind: Promptvorlagen in einen internen KI-Assistenten mit System Prompt überführen. Rolle, Kontext, Ton, Grenzen und Ausgabeformat definieren, intern als Standard dokumentieren und versionieren, Review-Zyklus festlegen (empfohlen: quartalsweise).

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Beispiel: E-Mail-Antwort auf Offerten-Anfrage

Prompt-Template · kopieren und einfügen

Kontext: Ich bin <Name>, <Rolle> bei <Unternehmen>,
einem Schweizer KMU im Bereich <Branche>.

Aufgabe: Formuliere eine professionelle Antwort auf folgende
Kundenanfrage. Freundlich, sachlich, Schweizerhochdeutsch.
Länge: max. 150 Wörter.

Kundenanfrage:
<Text der Anfrage hier einfügen>

Unsere Konditionen:
<Optional: Lieferzeit, Preisrahmen, etc.>

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Ablauf für dein Team

  1. Aufnahme, 20 Min. Jede Person listet 5 wiederkehrende Aufgaben auf und bewertet Häufigkeit, Zeitaufwand und Standardisierbarkeit. Liste in einem gemeinsamen Dokument sammeln.
  2. Priorisierung, 15 Min. Top 3 Quick-Wins pro Person identifizieren, Überschneidungen markieren, höchstens 3 Team-Quick-Wins auswählen.
  3. Promptbau, 40 Min. Je eine Promptvorlage für die Top 2 bauen, live mit einem echten Beispiel testen, im geteilten Dokument speichern, Toolwahl festhalten.
  4. Commitment, 15 Min. Wer misst was? Messdauer festlegen (empfohlen: 2 Wochen), Datum für das Follow-up eintragen, nächsten Schritt definieren.

Aus Quick-Wins wird ein Standard.

Wenn die ersten Vorlagen tragen, folgt der interne Assistent mit System Prompt. Schreib kurz, wo dein Team steht.

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